Marktbericht vom 18. März 2026
Marktbericht vom 18. März 2026
Marktbericht vom 18. März 2026
Marktbericht vom 18. März 2026
Aus unserem FARM-Netzwerk Eiszapfen, Batavia-Salat, Eichblatt, Radiesli in allen Formen und Farben, Brennessel, Kopfsalatherzen, Crispy-Salat
Aktuelles auf dem Markt Spargeln ES, Tomaten Bouquet, Romanesco gelb, Amalfi Zitronen
Problematisch oder Saisonende Clementinen Spanien, Eier, Beeren, Lattich
Eier-Verfügbarkeit
Gerade beneide ich unseren Christian Körting nicht. Die Schweizer-Eier-Situation ist wie jedes Jahr vor Ostern besonders angespannt. Viele Legebetriebe pausieren mit dem Eierlegen, um genügend Ware für das Eier-Tütsche an Ostern zu haben. Zusätzlich kommt dieses Jahr aber ein besonderer Preisdruck aus dem Ausland. Die Realität ist leider so, dass wir zu wenig Eier und Vollei aus der Schweiz erhalten. So kann es vorkommen, dass du als Alternative und wirklich nur zum Überbrücken EU-Eier erhältst. In 3 Wochen sind die Ostern bereits Geschichte und die Lage sollte sich beruhigt haben.
Batavia Salat
Vom Feld zu uns in die Markthalle dauert es bei unseren FARM-Produzenten keine 12h. Für die strenge Marinello-Qualitätskontrolle und die Feinkommissionierung brauchen wir auch keine 12h. So erhältst du einen frischen Salat zum Mittagsmenu, der vor weniger als 24 Stunden aus der Erde gezogen wurde. Schneller geht’s nicht! So kannst du zum Beispiel den Publikumsliebling Batavia, der im Ausland auch Summercrisp genannt wird sofort als lokales Highlight in deinem Menu einbauen.
Eiszapfen
Aus dem Schnee direkt auf den Teller. Die kleinen länglichen Radiesli, die stark an Mini-Rettiche erinnern, kommen aus unserem FARM-Netzwerk direkt zu dir. Die kleinen Zapfen entwickeln die Schärfe erst mit der Zeit und sind dadurch besonders frisch noch recht zahm im Geschmack. Gepaart mit den französischen rot/weissen und etwas farbigen Radiesli, hast du eine farbenfrohe Familie in der Küche.
Kronendill
Ostern ist bereits in zwei Wochen. Zeit also, sich schon jetzt mit der Menüplanung zu befassen. In Marokko sind die Temperaturen bereits wärmer – ideal für filigranere Kräuter. So erhalten wir von Mäders schon Kronendill. Sein süss-kümmelartiges Aroma passt perfekt zu Fischgerichten, die an Ostern traditionell serviert werden. Ostermenu – Check!
Romanesco gelb
Das mit dem farbigen Kohlgemüse ist so eine Sache. Die Farbe ist heikler beim Transport und zeigt jede Druckstelle. Im Topf ist die Farbe ohne Hilfsmittel dann ohnehin wieder flöten. Trotzdem überzeugen die Kohlarten in allen Farben auch durch reichlich Vitamine. Eine Studie aus Kalifornien fand sogar einen hemmenden Effekt in der Zellalterung bei uns Menschen. Natürliches Botox sozusagen!
Spargelsituation
Wir befinden uns in der heissen Phase: Nach den italienischen Wurzeln sind nun auch die spanischen ausgetrieben. Gleichzeitig sind die Spargeln aus Südamerika preislich immer noch unschlagbar. Die Qualität überzeugt aber leider nicht. Gerade haben wir die News vom Schmitterhof erhalten, dass wir bereits in 2 Wochen mit den ersten Schweizer starten können. Achtung die Mengen sind aber überschaubar! Ihr habt somit die Qual der Wahl.
Tomaten Bouquet
Aus Frankreich kommen bereits die ersten Variationen der Tomaten. Geschmacklich sind die ersten nie die besten. Aber ihre Farbe überzeugt derart, dass wir das Tomaten-Bouqet hier trotzdem erwähnen. Ob Marmande, Noir de Crimée oder Ochsenherz, die Sorten variieren mit den Farben.
Amalfi Zitronen
Und obwohl ein Gütesiegel einer Herkunft noch keine Garantie für gute Qualität ist, wollen alle Amalfi-Zitronen. An der Küste bei Napoli trägt ein Baum jährlich rund 200 bis 600 Früchte. Um diese Mengen gezielt zu vermarkten und die Herkunft zu schützen, wurde 2002 in Maiori ein Konsortium gegründet. Das Gremium verspricht die Kontrolle aller zertifizierten Betrieben der «sfusato amalfitano». Bei der Menge an grausamen Amalfi-Limoncello zweifle ich jedoch öfters an den Regeln dieser Kontrollen. Die Herkunft der frischen Zitronen sei dir aber garantiert!
Update Krieg im Nahen Osten
Uns erreichen gerade einige Anfragen, wie sich die Situation im Osten auf die Gemüsepreise auswirkt. Eine genaue Antwort kann ich euch leider nicht geben. Die Schweizer Bauern starten aber gerade in die heimische Saison. Das bedeutet weniger Import. Trotzdem kommen einige Produkte wie Blüten und Kräuter zum Teil aus Israel. Die Beschaffung ist kompliziert und es ist mit Unterbrüchen und Treibstoffzuschlägen zu rechnen. Keine einfache Situation für uns Händler, aber immer noch Luxusprobleme im Vergleich zum Leid der unschuldigen Opfer.
